FOOD SHARING – Sinnvoll sparen

Bild mit Gemüse

Das Zauberwort heißt FOODSHARING. Mit der Unterstützung dieser Internet-Plattform kannst Du jede Menge Geld sparen und darüber hinaus noch nette Leute kennen lernen. Wie das möglich ist, erklärt ein Blick ins Internet. Wer dabei hilft, kostbare Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten und dabei gleichzeitig seinem Konto etwas Gutes tut, hilft bei der Beseitung unserer Wegwerf-Mentalität und sensibilisiert seine Umwelt für einen sorgfältigeren Umgang mit unserer Nahrung.

Knapp 800 Millionen Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen – sie hungern. Vor rund 15 Jahren litten noch mehr als eine Milliarde an einer Unterernährung. Wirtschaftswachstum und steigende landwirtschaftliche Produktion in Ländern wie China und Indien haben zwar zu einer Regression der Situation geführt, von einer grundlegenden Besserung der Misere kann jedoch keine Rede sein. Diesen schockierenden Zahlen stehen Reichtum und Luxus kapitalistischer Länder gegenüber, in denen immer mehr wohlhabende Bürgerinnen und Bürger zur viel zitierten Wegwerfgesellschaft mutieren. Wenn Du vor diesem Hintergrund weißt, dass allein jeder Bundesbürger jährlich im Schnitt mehr als 80 Kilogramm noch verwertbarer Lebensmittel wegwirft und von allen bundesdeutschen Haushalten zusammen im gleichen Zeitraum auf diese Weise Essen im Wert von über 20 Milliarden Euro vernichtet wird, scheinen Umdenken und eine andere Einstellung zu Lebensmitteln unabdingbar. Dabei kannst Du mit nur wenig Einsatz und mit einem etwas sorgfältigeren Umgang mit Deinen Nahrungsmitteln schon dabei helfen, einer Vergeudung von wertvoller Nahrung vorzubeugen.

Lebensmittel teilen und persönliche Kontakte knüpfen

Bild vion Frauen beim Grillen.

Beim Foodsharing lassen sich interessante Bekanntschaften machen.

Die Internet-Plattform FOOD SHARING bietet hierzu gute Möglichkeiten. Sie will private Haushalte und Singles, Gastronomie und Handel sowie auch Hersteller und Landwirte zu einem sensibleren Umgang mit Lebensmitteln animieren. Supermärkte und Gaststätten werfen zum Beispiel Obst und Gemüse schon dann weg, wenn es rein optisch nicht mehr den Ansprüchen verwöhnter Gäste entspricht. Bauern dagegen liefern solche Produkte gar nicht erst an den Handel aus, weil der Kunde ausschließlich tadellos aussehende Ware wünscht. FOOD SHARING will Verbrauchern wie Dir und mir wieder ins Bewusstsein rufen, dass solche Lebensmittel trotz optischer Mängel einen Wert haben und keineswegs in den Abfallcontainer gehören. Die Internet-Plattform fordert vielmehr dazu auf, überschüssige Lebensmittel oder Ware, die nicht mehr zu vermarkten ist, mit anderen Menschen zu teilen. Die Idee dahinter: Kommunikation zu fördern, Menschen aus der näheren Umgebung kennen zu lernen, vielleicht sogar gemeinsam zu kochen. Und: Vielleicht triffst Du auf diese Weise ja interessante Leute und es entwickelt sich hier und da sogar eine neue Freundschaft (oder mehr?) daraus.

Schnelle Kommunikation mit Smartphone oder PC

Woher jedoch kannst Du wissen, wer in Deinem näheren Umkreis gerade die Lebensmittel gebrauchen kann, die Du zu viel hast? FOOD SHARING liefert die passende Antwort darauf: Auf der einen Seite gehören gerade junge Menschen in besonderem Maße zu der Klientel, die einen sorglosen Umgang mit ihrer Nahrung pflegen und am ehesten bereit sind, zu viel eingekaufte und nicht verbrauchte Lebensmittel in den Müllcontainer zu werfen. Andererseits nutzen junge Leute fast ausnahmslos moderne Kommunikationsmittel. Im Zeitalter der Informationstechnologie verzichtet zum Beispiel kaum noch jemand auf ein Smartphone, Tablet oder wenigstens einen PC. FOOD SHARING hat Ende 2012 deshalb eine Datenbank eingerichtet, in der Du jederzeit sehen kannst, wer in Deiner näheren Umgebung überschüssige Lebensmittel abgeben will oder aber Ware, die man selbst nicht mehr benötigt, gebrauchen könnte und verwerten möchte. Aus diesen Verbindungen könnten sich auch schnell persönliche Begegnungen entwickeln, aus denen ja wie schon gesagt durchaus auch mehr werden kann. Selbstverständlich können sich aber auch kommerzielle Unternehmen wie Bäckereien, Metzgereien usw. in diese Datenbank eintragen und so ihre überschüssigen Lebensmittel einer sinnvollen Verwertung zuführen. Dadurch lässt sich auch im Alltag einiges an Geld sparen.

FOOD SHARING verfolgt keine finanziellen Interessen

BIld von Münzen

Beim Food Sharing lässt sich der Geldbeutel schonen.

Wenn fast 800 Millionen Menschen auf dieser Erde unter Hunger leiden und wir – gelinde gesagt – recht sorglos mit unseren wertvollen Lebensmitteln umgehen, dann ist FOODSHARING eine ebenso nützliche wie segensreiche Einrichtung. Und diese Einrichtung verdient es ganz gewiss, dass wir sie unterstützen. Diese Erkenntnis ist sehr leicht zu gewinnen, wenn Du weißt, dass FOOD SHARING absolut ohne jegliche finanzielle Interessen arbeitet und sämtliche Aufgaben vom Abholen der Lebensmittel über die Verteilung bis zur Verwaltung ehrenamtlich verrichtet werden. Und die Plattform kann durchaus schon Erfolge verbuchen: Seit ihrer Internetpräsenz konnten bereits mehr als drei Millionen Kilogramm einwandfreie Lebensmittel vor der Vernichtung gerettet und verteilt werden. Wohlgemerkt: Bei diesen Zahlen handelt es sich um Aktionen allein in Deutschland. Weitere imponierende Belege: Von rund 2000 gewerblichen Betrieben konnten rund 12.000 FOOD SHARING überschüssige, unverdorbene Ware abholen und vor dem Verfall sichern.

Wertschätzung für wertvolle Lebensmittel fördern

Wenn Du also zum Beispiel in Urlaub fährst und vermeiden willst, dass untadelige, noch makellose Lebensmittel in Deinem Kühlschrank während dieser Zeit verderben, kannst Du eine entsprechende App anwenden und der Internetplattform FOODSCHARING mitteilen, dass Du etwas zu verteilen hast. Es ist wahrscheinlich, dass sich daraufhin jemand aus Deiner Nähe bei der meldet, der eine Verwendung für Deine überschüssigen Lebensmittel hat. Um es auf den Punkt zu bringen: FOODSCHARING verfolgt ein in höchstem Grade lobenswertes Ziel. Man will wertvolle, aber überzählige Lebensmittel vor ihrer Vernichtung bewahren und sie stattdessen einer vernünftigen Verwertung zuführen. Außerdem soll dem Verbraucher wieder eine Wertschätzung von Nahrungsmitteln vermittelt werden. Wenn FOOD SHARING auf dem gleichen Weg weitermacht wie bisher und sich noch mehr dieser Plattform anschließen, kann dieses hehre Anliegen schon recht bald Wirklichkeit werden.

Bildquellen:

Bild 1: © Dbreen / Pixabay.com
Bild 2: © W. Heiber Fotostudio / Fotolia.com
Bild 3: © K. U. Häßler / Fotolia.com

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