Steuererklärung – Was sich abschreiben lässt und wo man sparen kann

Die Steuererklärung

Die Steuer ist eine Geldleistung, bei der kein Anspruch auf eine Gegenleistung besteht. Sie wird von öffentlich-rechtlichen Institutionen erhoben und dient als wichtige Einnahmequelle.

Steuerpflichtig sind Personen und Firmen, wenn sie Steuertatbestände erfüllen. Viele nutzen Steuersoftware, um die Finanzen im Griff zu haben. Unterschieden werden diverse Steuerarten.

 

Die Einkommenssteuer

Die Steuer richtet sich nach der Höhe des Einkommens

Die Steuer richtet sich nach der Höhe des Einkommens

Wenn von der Steuererklärung die Rede ist, meinen Privatpersonen die Erklärung zur Einkommenssteuer, die vereinfacht als Einkommenssteuererklärung bezeichnet wird. Firmen, Vereine und Institutionen sind auf andere Weise steuerpflichtig.

Für die Bemessung der Einkommenssteuer gilt das Einkommenssteuergesetz. Dieses regelt unter anderem, dass jeder Bürger entsprechend seines Leistungsvermögens zur Finanzierung des Staates beitragen soll. Das Leistungsvermögen ergibt sich aus der Höhe des Einkommens. Weiterhin beinhaltet das Einkommenssteuergesetz das Nettoprinzip. Es besagt, dass nur derjenige Teil des Einkommens zur Berechnung der Einkommenssteuer herangezogen wird, der nach dem Abzug bestimmter Aufwendungen übrigbleibt. Der Veranlagungszeitraum zur Abgabe der Einkommenssteuererklärung beträgt in der Regel ein Jahr.

Abzugsfähige Kosten bei der Einkommenssteuerberechnung

Zur Sicherheit: Immer alle Quittungen aufbewahren

Zur Sicherheit: Immer alle Quittungen aufbewahren

Wer wenig Einkommenssteuer zahlen will, muss nach dem Nettoprinzip bestrebt sein, ein möglichst geringes bereinigtes Einkommen zu erzielen. Anders ausgedrückt sind so viele Aufwendungen wie möglich bei der Abgabe der Steuerklärung zu berücksichtigen. Damit dies ohne größeren Zeitaufwand gelingt, empfiehlt es sich, Rechnungen, Quittungen und Nachweise über das Jahr zu sammeln und aufzubewahren. Abzugsfähig ist nämlich nur, was sich belegen lässt. Es sei denn, es dürfen Pauschalbeträge abgezogen werden. Zur Einreichung der Steuererklärung müssen entsprechende Formulare verwendet werden. Üblich ist inzwischen die Verwendung von Softwareprogrammen, wobei sich die elektronische Abgabe der Steuererklärung mehr und mehr durchsetzt.

Zum Einkommen privater Personen zählen Einkünfte aus nichtselbständiger und selbständiger Arbeit, Einkünfte aus dem Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung, aus der Land- und Forstwirtschaft sowie sonstige Einkünfte. Abgezogen werden können Freibeträge, Entlastungsbeträge sowie diejenigen Aufwendungen, die für die Erzielung des Einkommens notwendig sind. Für fast alle Abzüge gelten Höchstgrenzen. Vom bereinigten Einkommen lassen sich weitere Kosten, beispielsweise Kinderbetreuungskosten, Sonderausgaben und Pauschalbeträge, abziehen.

Für Personen, die ihr Einkommen hauptsächlich aus dem Lohn oder Gehalt beziehen, spielen die abzugsfähigen Kosten im Bezug auf das Arbeitsverhältnis eine entscheidende Rolle. Hierzu zählen Werbungskosten, Arbeitsmittel und Fahrten zur Arbeitsstätte.

Werbungskosten als Pauschale oder laut Einzelaufstellung geltend machen

Fahrtkosten zur Arbeit können erstattet werden

Fahrtkosten zur Arbeit können erstattet werden

Sind während des Veranlagungszeitraums nur geringe oder gar keine Werbungskosten angefallen, empfiehlt es sich, den Pauschalbetrag in Abzug zu bringen. Seine Höhe ändert sich von Zeit zu Zeit. Sie sollte den Erläuterungen zur Antragstellung auf den Steuerformularen entnommen werden.

Überschreiten die Werbungskosten die Pauschale, sollte eine Aufstellung vorgenommen werden. Zu den Werbungskosten im Bereich der nichtselbständigen Arbeit zählen alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit ihr angefallen sind. Beispielsweise akzeptiert das Finanzamt Fahrtkosten zur Arbeit, die für öffentliche Verkehrsmittel oder für das eigene Fahrzeug angesetzt werden. Kommt es auf dem Weg zur Arbeit zum Unfall, können auch dessen Kosten berücksichtigt werden.

Wer ein Arbeitszimmer nutzen muss, kann dessen Kosten und Aufwendungen angeben. Als Arbeitskleidung wird nur diejenige Kleidung anerkannt, die nicht im zivilen Leben getragen werden kann. Die Sekretärin wird ihr Kostüm also nicht absetzen können. Weiterhin können Kosten für Fortbildungen, für die doppelte Haushaltsführung, für die Kontoführung, für Arbeitsmittel, Bewerbungen, Gewerkschaftsbeiträge sowie berufsbedingte Internet- und Telefonnutzung angegeben werden.

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