Wie spare ich auf einer Weltreise

Wie spare ich auf einer Weltreise?

Unsere Erde ist nicht einfach nur ein Planet. Unsere Erde möchte entdeckt werden. Dein Interesse die Welt mit all ihren Sinnen näher kennenzulernen, ist ein wichtiger Eckpfeiler, um die Welt zu bereisen. Du sollst wissen, dass da draußen viele Abenteuer auf dich warten. Du wirst der Wildnis, aber auch Menschen begegnen, die so sind wie Du. Die auch die Welt in all ihren Facetten näher kennenlernen möchten. Und wer weiß, vielleicht reist ihr ein paar Kilometer gemeinsam um die Welt, jedoch musst Du Dir über eines im Klaren sein: Weltreise bedeutet selbstständig sein und die Einsamkeit zu schätzen wissen. Du musst Deinem Inneren vertrauen, wenn Du dem Unbekannten begegnest. Bevor Du Dich ins Abenteuer stürzt, muss die wichtigste Angelegenheit einer Weltreise geklärt sein: Die Finanzierung! Wo und wie kannst Du sparen und welche Möglichkeiten gibt es, unterwegs an frisches Geld zu kommen, damit Du Deine Reise fortsetzen kannst. Hier erhälst du wertvolle Tipps, wie du dabei Geld sparen kannst.

Aus einer Idee wird Wirklichkeit

Reiseunterlagen und Wechselgeld

Der erste Gedanke an einer Weltreise hört sich luxuriös an. Sicher, wenn Du in einem edlen 5-Sterne-Schuppen übernachten möchtest, dann wird die Reise ziemlich kostspielig. Es geht auch günstiger. Damit die Kosten überschaubar bleiben, musst Du bereit sein, auf übermäßigen Komfort zu verzichten. Anstatt Wasserbett, ein paar Heuballen in einer Scheune auf einem Bauernhof. Auf der Couch eines Fremden und Jugendherbergen sind günstige Alternativen, in warmen Gebieten ist das Zelt stets eine gute Wahl. Du musst immer daran denken, dass Du Dich fernab der Heimat befindest und allen Annehmlichkeiten, die Du zu Hause in Anspruch nehmen kannst, unterwegs durch Alternativlösungen ersetzen musst. Du besitzt keine Waschmaschine, keine Küche, nicht einmal ein eigenes Badezimmer. Schon das Packen Deines Reisegepäcks stellt Dich vor die Qual der Wahl. Nimm nur das Gepäck mit, welches der Witterung entspricht. Zieht es Dich zunächst in warme Gefilde, so kommen leichte Anziehsachen infrage. Schütze Dich vor dem Regen mit entsprechender Regenkleidung. Das ist nur ein Beispiel. Möchtest Du zunächst die nördlichen Länder besuchen, dann musst Du warme Kleidung einpacken, auch im Sommer ist dieses sehr sinnvoll.

Was ist mit einer Reiseversicherung? Eine Krankenversicherung und einen Auslandskrankenschein dürfen ebenso wenig fehlen. Überdenke eine Haftpflichtversicherung mit weltweitem Schutz. Vielleicht, wenn Du noch studierst, bestehen Pflichtversicherungen über Deine Eltern, die Du in Anspruch nehmen kannst. Damit sparst Du schon einmal Versicherungskosten. Kalkuliere anhand Deiner Essgewohnheiten, wie viele Lebensmittel Du täglich verbrauchst. Die Preise für die Lebensmittel unterliegen weltweiten Schwankungen. Was Du in Deiner Heimat bekommst, kann anderswo sehr viel teurer oder billiger sein. Schaue also zuvor, wie hoch die Lebenshaltungskosten in Deinem Zielland sind. Du benötigst eine Trekkingausrüstung, inklusive einer Taschenlampe, Verbandsmaterial, Rucksack, Regenschutz, Zelt, Isomatte, Schlafsack und ein Mobilfunkgerät für die Kontaktaufnahme. Wenn Du regelmäßig Medikamente einnimmst, auf die Du dringend angewiesen bist, dann besorge Dir diese vor Deiner Abreise und überprüfe beim Auswärtigen Amt, ob die Einfuhr solcher Medikamente bestimmten Bedingungen unterliegt. Eventuell benötigst Du eine Erklärung über die Notwendigkeit deines Arztes. Zu diesen Kleinigkeiten kommen noch die Kosten für Flug, Zug und Bus. Vergiss nicht, dass Du für Länder außerhalb des Schengenraums ein Visum benötigst oder vergleichbare Einreiseerlaubnisse. Hierfür können Kosten anfallen. Nimm in jedem Fall die Kontaktdaten der nächsten Botschaft mit, die sich in Deinem Zielland befindet. Die Adressen der Konsulate und Botschaften entnimmst Du am sichersten vom Auswärtigen Amt, die über eine eigene Homepage verfügen. Dort werden alle aktuellen Reiseinformationen bekannt gegeben. Beispielsweise ob sich etwas an der Einreisebestimmung eines Landes geändert hat, ob besondere Impfvorschriften vorliegen oder das Land sich aktuell in einer Krise befindet.
Du siehst, um eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen, benötigst Du viele Gegenstände, Dokumente und Absicherungen, die alle mit Kosten verbunden sind. Dennoch gibt es die Möglichkeit, die Kosten deutlich zu senken, wenn die Weltreise zuvor gut durchstrukturiert wird.

Rucksack packen und die Organisation

Rucksack

Ein guter Trekking-Rucksack ist sehr nützlich auf einer Reise

Bevor es nun richtig los oder weiter geht, merke Dir, Dein Zuhause ist immer eine Zwischenstation, die Du nutzen solltest, um Deine Sachen auszutauschen, eine Pause einzulegen oder Dokumente erneuern zu lassen. Lege genau fest, welche Route Du wählen möchtest. Günstige Konditionen findest Du in Südostasien, Südamerika, Osteuropa und Neuseeland. In diesen Teilen der Welt haben sich die Menschen auf Weltenbummler aller Art eingestellt und bieten häufig viel für wenig Geld. Beliebte Ziele in Asien sind Thailand und Vietnam. Beide Länder liegen weit von Deutschland entfernt, darum sind die Flugtickets kostspielig, aber dazu kommen wir später, wie auch bei den Flugkosten Euros gespart werden können. Einmal angekommen in diesen Ländern, ist der Lebensunterhalt nicht mit dem in der Heimat zu vergleichen. Deutlich geringer betragen die Kosten für eine Unterkunft und dem Lebensunterhalt. Ein Hotelzimmer ist schon für unter zwanzig Euro zu bekommen, pro Person und Nacht. Oft sind es unscheinbare abgelegene Hotels, die billig Zimmer vermieten. Wirf einen Blick im Internet auf das Feedback ehemaliger Gäste eines Hotels oder Motels. Manchmal musst Du mit einer mangelnden Hygiene oder nicht funktionierenden Sanitäranlagen rechnen. Du solltest vor der Abreise alle Unterkünfte genau festlegen. Schau nach, ob Du auch kurzfristige Stornierungen vornehmen kannst, somit bleibst Du flexibler. Denn es ist möglich, dass sich vor Ort eine günstigere Schlafmöglichkeit anbietet. Sei es durch einen Tipp von anderen Rucksackreisenden oder Du schaffst es, den Preis für das Zimmer runterzuhandeln. Wichtig für das Handeln ist die englische Sprache. Die Menschen in diesen Gebieten sprechen kaum Deutsch und wenn, dann nur sehr wenig. Es muss also schon eine Portion Glück dabei sein, dass Du fernab der Heimat einen Einheimischen findest, der sehr gut Deutsch spricht. Sollte Dein Englisch nur dem normalen Schulniveau entsprechen, dann keine Panik, es reicht aus. Ansonsten nimm Dir ein halbwegs aktuelles Wörterbuch mit, dieses kannst Du zuvor auch in einem Online-Auktionshaus ersteigern oder auf dem Flohmarkt kaufen.

Organisier Dir einen Trekking-Rucksack, einer der genug Stauraum bietet, an dem Du an der Außenseite eine Isomatte, ein kleines Zelt und einen Schlafsack befestigen kannst. Es sollte auch eine Vorrichtung, wie beispielsweise ein Karabinerhaken für die Trinkflasche vorhanden sein. Trinken ist überlebenswichtig, wichtiger als Essen. Darum kaufe Dir eine Trekkingflasche, die Du jederzeit mit sauberem Wasser auffüllen kannst. So eine Flasche ist auch umweltschonender, die Kosten für Plastikflaschen bleiben Dir erspart. Frag bei der Tourismusbehörde nach, ob das Wasser aus dem Kran zum Trinken geeignet ist. Ein solcher Rucksack ist ein manchen Discounter zu bekommen, allerdings nur zu bestimmten Aktionswochen. Günstige Alternative ist ein gebrauchter Trekkingrucksack von einem Freund oder zu ersteigern über eine Auktionsbörse. Auktionsplattformen im Internet sind immer eine wertvolle Einkaufsmöglichkeit, denn dort werden gut erhaltene Waren zu günstigen Preisen zum Sofortkauf oder zur Ersteigerung angeboten. Alles, was in diesen Rucksack jetzt hinein muss, sollte Kleidung für rund vier Tage, alle Zusätze wie Dokumente, medizinische Produkte, Pflegeutensilien und persönliches Zubehör wie Bücher sein. Wenn Du Deinen Rucksack immer als Handgepäck ins Flugzeug mitnehmen möchtest, dann bedenke, dass die Airlines unterschiedliche Gepäckvorschriften haben. Zudem gibt es Einschränkungen bei der Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck.
Sind alle Ziele für die Weltreise klar definiert, dann geht es nun an den Erwerb der Tickets und an die Unterkunftsbuchungen.

One Way oder RTW

Around the world ticket

Was wirklich billiger ist, hängt von den aktuellen Flugpreisen ab. Wenn Du noch nicht weißt, wie lange Du dich an einem Ort aufhalten möchtest, dann musst Du Deine Tickets so organisieren, dass Du jederzeit flexibel agieren kannst. Denn reagieren zu müssen, kann die Kosten in die Höhe treiben. Einzeltickets haben einen wichtigen Faktor: Sie können von überall kurzfristig gebucht werden, es sind Preisvergleiche möglich und limitierte Meilen gibt es nicht. Viele Fluggesellschaften mit verschiedenen Ticketvarianten, eine Einzelabfrage aller Möglichkeiten ist zu zeitaufwendig. Darum such die Flüge über ein Vergleichsportal. Hier werden Dir alle Airlines der gewünschten Strecke aufgelistet und angezeigt, welche Tickets zur Verfügung stehen und was diese kosten. Es gibt auch die Option der Kostenblockierung. Der aktuelle Flugpreis wird dann gegen eine kleine Bearbeitungsgebühr für einen bestimmten Zeitraum, meist zwischen zwei und vier Tage, für Dich blockiert. Buchst Du das Ticket innerhalb dieser Zeit nicht, geht es wieder in den freien Handel und die Bearbeitungsgebühr wird nicht erstattet. Buchst Du das Ticket, dann zu dem von Dir blockierten Preis, sofern Du die Frist nicht überschreitest.

RTW steht für Round the World. Solche Tickets sind sowohl im Onlinehandel, als in einem Reisebüro erhältlich. Hierbei handelt es sich um Tickets die von einem Zusammenschluss von mehreren Fluggesellschaften angeboten, die eine Allianz bilden. RTW-Tickets können unterschiedliche Bedingungen beinhalten. Zum einen können Sie auf eine bestimmte Anzahl von Kontinenten oder Meilen limitiert sein. Dann verlangen sie eine festgelegte Reiseroute nach Westen oder Osten. Der Startflughafen muss auch der Zielflughafen sein. Oder die Reisedauer und Landungen sind begrenzt. In jedem Fall können kurzfristige Änderungen vorgenommen werden, häufig gegen eine Gebühr. Wer unterwegs nicht immer online auf seine Buchungen zugreifen möchte oder kann, der sollte ein RTW-Ticket im Reisebüro kaufen, denn bei Bedarf reicht die Kontaktaufnahme zu einem Reisebüromitarbeiter aus, damit kurzfristige Änderungen vorgenommen werden können. Das RTW-Ticket kostet vorab ein Fixbetrag, der nur durch selbst vorgenommene Änderungen im Preis steigen kann.

Arbeiten für Bett und Brot

Du möchtest eigentlich länger Reisen, Dir fehlt aber Geld, damit Du das auch in die Tat umsetzen kannst? Sicherlich verfügst Du über ein Startkapital, dieses kannst Du während Deiner Reise erhöhen, wenn Du bereit bist, ein wenig mit anzupacken. Oder sitzt Du gerade fest und weißt nicht, wie Du an Geld rankommst, damit Deine Reise im Hier und Jetzt nicht auf unbestimmte Zeit endet? Es gibt Organisationen die auf Weltenbummler, wie Dich angewiesen sind. Sie bieten Dir Arbeit an und Du erhältst eine Entschädigung. Das kann von Kost und Logis bis hin zu Bargeld sein. Wobei Bargeld in erster Linie nur bei einem Unternehmen vor Ort zu erzielen ist. Beachte, dass Du die jeweiligen Landesgesetze bezüglich des Arbeitsrechts respektierst. Schwarzarbeit kann negative Folgen für Dich haben, meist wird ein solches Vergehen mit einem Bußgeld belegt. Eine Gefängnisstrafe ist nicht auszuschließen. Falls Du nicht über eine Organisation anfragen möchtest, ob eine freie Stelle gegen Unterkunft und Essen zur Verfügung steht, dann sprich entsprechende Bauern direkt an. Oute Dich als freiwilliger Helfer und sichere Dir somit eine weitere Nacht in einem warmen Bett. Respektiere die Arbeit der Landwirte und bediene Dich nicht ungefragt ein ihrer Ernte. Sicherlich bekommst Du ein wenig zu Essen, wenn Du höflich darum bittest.
Ohne Arbeit, dafür mit einem Gegenangebot ist das sogenannte Couchsurfing. Auf einem Portal meldest Du Dich an und suchst Dir eine Couch oder ein Bett in einem Privathaushalt. Diese kosten nichts, setzen aber voraus, dass Du bereit bist, ebenso eine solche Leistung anzubieten. Eine kostenlose Variante, bei der sich neue Kontakte knüpfen lassen.

Tipp: Hinterlege eine Notreserve bei einer Vertrauensperson, die Du kontaktierst, wenn Du in finanzielle Schwierigkeiten gerätst. Der Geldtransfer lässt sich dann postalisch abwickeln. In der Regel steht Dir der Betrag wenige Stunden später zur Verfügung.

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